Wir haben sowohl am Vormittag, als auch am Abend eine Safari in der Region Little Rann of Kutch gebucht.
Am Vormittag kurz vor 8:00 Uhr ging es an den See, ein Vogelparadies. Ornithologen und Vogelfotografen werden hier sicher glücklich aufgrund der enormen Artenvielfalt.
Am Nachmittag um 16:00 Uhr fuhren wir in die Salzwüste. Sahen uns einen Salzgewinnungsbetrieb und den Sonnenuntergang an. Ein wenig Glück hatten wir auch noch, denn wir trafen auf eine Gruppe “Wild Ass“. Habe mich vermutlich noch nie so gefreut einen Esel zu sehen.
Ich poste die Fotos chronologisch, erst jene vom Vormittag und anschließend die Fotos vom späten Nachmittag und Abend. Als kleinen Vorgeschmack beginne ich allerdings mit einem Foto vom Sonnenuntergang.
Jaisalmer ist eine Wüstenstadt in Rajasthan, sie wird auch die goldene Stadt bezeichnet, weil der gelbbraune Sandstein im Sonnenlicht golden leuchtet. Das Fort ist komplett touristisch erschlossen. Wir hatten einen Guide, der uns in Rekordzeit durch das gesamte Fort und einen Teil der Unterstadt geschliffen hat und nebenbei versuchte er uns überteuertes Zeug anzudrehen, indem er uns in die teuersten Läden bugsierte. Wäre ich einfach nur herum spaziert, hätte ich mehr davon gehabt. Immerhin haben uns die anderen Händler und Schlepper in Ruhe gelassen, während wir mit ihm unterwegs waren. Wir haben beschlossen uns in Zukunft keinen „Guide“ mehr aufschwatzen zu lassen. Unsere bisherigen Guides machten alle den Eindruck eines verkaufsorientierten Schleppers, für den wir auch noch etwas zahlen mussten.
Heute habe ich beim Eintritt zu einer Sehenswürdigkeit Eintrittskarten von der Saison 2012 bekommen. Als wir wieder raus gingen, forderte der Herr am Eingang die Karten wieder zurück. Da verdient sich wohl wer eine Kleinigkeit dazu, indem er am Staat vorbei verkauft. Korruption ist in Indien generell ein Problem, auch der Guide vom Vormittag erzählte uns, dass die Wasserleitungen im Fort erneuert werden, allerdings ist ein großer Teil des Geldes versandet, weshalb viele Leitungen trotz Sanierung weiterhin undicht sind und sich das Fort aufgrund des austretenden Wassers, welches den Sandstein aufweicht, weiterhin absenkt.
Sonnenuntergang in Jaisalmer. Das Foto habe ich von unserem Balkon aufgenommen. In der Nacht hört man die Hunde vom Fuß der Festung herauf bellen, jaulen und Revierkämpfe austragen.
Jodhpur wird wegen der blauen Farbe der Häuser auch die blaue Stadt genannt. Auf einem ca 140m hohen Felsen vulkanischen Ursprungs steht die Festung Mehrangarh. Der Schriftsteller Rudyard Kipling (z.B. Das Dschungelbuch) nannte die Festung „Das Werk von Engeln und Riesen“. Tatsächlich ist es die bislang beeindruckendste Festung, die ich auf dieser Reise gesehen habe. Der Audioguide (ist im Eintritt inbegriffen), der durch die Festung führt, ist wirklich gut gemacht und vermittelt genau die richtige Dosis geschichtlichen Inputs. Überhaupt war es die erste Sehenswürdigkeit mit einem vernünftigen Leitsystem, welchem man folgen konnte. Sogar die Ausstellungsstücke waren alle beschrieben, etwas das in Indien nicht selbstverständlich ist.
Mehrangarh und Blick auf einen Teil der Millionenstadt Jodhpur
Heute ist der erste Tag unserer Indienreise. Um 22:45 Uhr fliegen wir von Wien Schwechat nach Neu-Delhi. Flugzeit ca 6h. Geplante Ankunft am Indira Gandhi International Airport ist um 10:20 Uhr am Vormittag.
Das wunderbare Novemberwetter kurz vor Reisestart.