Indien 8

Indien 8

Jaisalmer

Jaisalmer ist eine Wüstenstadt in Rajasthan, sie wird auch die goldene Stadt bezeichnet, weil der gelbbraune Sandstein im Sonnenlicht golden leuchtet. Das Fort ist komplett touristisch erschlossen. Wir hatten einen Guide, der uns in Rekordzeit durch das gesamte Fort und einen Teil der Unterstadt geschliffen hat und nebenbei versuchte er uns überteuertes Zeug anzudrehen, indem er uns in die teuersten Läden bugsierte. Wäre ich einfach nur herum spaziert, hätte ich mehr davon gehabt. Immerhin haben uns die anderen Händler und Schlepper in Ruhe gelassen, während wir mit ihm unterwegs waren. Wir haben beschlossen uns in Zukunft keinen „Guide“ mehr aufschwatzen zu lassen. Unsere bisherigen Guides machten alle den Eindruck eines verkaufsorientierten Schleppers, für den wir auch noch etwas zahlen mussten.

Heute habe ich beim Eintritt zu einer Sehenswürdigkeit Eintrittskarten von der Saison 2012 bekommen. Als wir wieder raus gingen, forderte der Herr am Eingang die Karten wieder zurück. Da verdient sich wohl wer eine Kleinigkeit dazu, indem er am Staat vorbei verkauft. Korruption ist in Indien generell ein Problem, auch der Guide vom Vormittag erzählte uns, dass die Wasserleitungen im Fort erneuert werden, allerdings ist ein großer Teil des Geldes versandet, weshalb viele Leitungen trotz Sanierung weiterhin undicht sind und sich das Fort aufgrund des austretenden Wassers, welches den Sandstein aufweicht, weiterhin absenkt.

Sonnenuntergang in Jaisalmer. Das Foto habe ich von unserem Balkon aufgenommen. In der Nacht hört man die Hunde vom Fuß der Festung herauf bellen, jaulen und Revierkämpfe austragen.


Haveli in Jaisalmer und Selfietime

Jaisalmer von der Unterstadt aus gesehen

Am Weg zum Eingang der Festung. Unser Guide ist mal wieder auf und davon. Unfassbar wie schnell der unterwegs ist.

Jain-Tempel. Hier habe ich beim Eingang Karten von 2012/13 bekommen. Mir könnte es eigentlich egal sein, da ich so oder so 100 Rupies gezahlt hätte, aber irgendwie ist es komisch, wenn man mitbekommt, dass in die eigene Tasche gearbeitet wird. Zumal man als ausländischer Tourist ein Vielfaches mehr zahlen muss, da das Geld dem Erhalt der Sehenswürdigkeiten dienen soll.

Im Jain-Tempel. 

Ebenfalls im Jain-Tempel

Jain-Tempel

Ein Priester. Erst hat er mich aufgefordert die heilige Statue im Inneren zu fotografieren, nach dem Foto musste ich spenden. Nach der Spende lächelte er und forderte mich auf ihn zu fotografieren. 

Das Kamel trägt meine Fotoausrüstung in die Wüste.

Touristen reiten dem Sonnenuntergang entgegen. In Indien ist selbst in der Wüste ziemlich was los.

Das Kamel versucht mit meinem Fotorucksack abzuhauen. Ich bleibe aber dran.

Zwei Touristinnen warten auf den Sonnenuntergang in der Wüste.

Sonnenuntergang in der Wüste Thar.

Sonnenuntergang in der Wüste Thar Teil 2.

Sonnenuntergang in der Wüste Thar Teil 3. 

Der Mond verhindert das Milchstraßenfoto. In zwei Tagen ist Vollmond, es ist so hell, dass ich ohne Taschenlampe spazieren gehen kann. Langzeitbelichtungen sehen aus, als hätte ich sie bei Tag aufgenommen, bzw sind überbelichtet. Wir essen beim Lagerfeuer unser Abendessen. Das erste Mal, seit wir in Indien sind, ist es richtig ruhig: Kein Gehupe, kein Gebelle, keine Musik, kein Straßenlärm, etc.. Unser Kamelführer hat uns erzählt, er bringt Touristen mit dem Kamel in die Wüste seit er 11 Jahre alt ist. Jetzt ist er 20.

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